Bernau- Die  sieben Kreisräte der Bayernpartei aus den Kreistagen Traunstein und Rosenheim trafen sich kürzlich zu einer gemeinsamen Fraktionssitzung im Bernauer Gasthof „Alter Wirt“. Auch Bezirksrat Florian Weber war dabei anwesend und berichtete über seine Tätigkeit im oberbayerischen Bezirkstag. Erhebliche Kostensteigerungen kommen durch die minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlinge auf die Bezirke zu, so Weber, die zum größten Teil direkt auf die Landkreise umgelegt werden.

Hauptthema war aber der Tourismus in beiden Landkreisen. Alle Kreisräte betonten, dass nun nach dem Scheitern der Fusion der beiden Tourismusverbände CT und CAT die interne Kontaktpflege wichtig sei, um wieder Positives zu erreichen. Kreisrat Heinz Wallner, der auch Tourismusbeauftragter der Chiemsee-Gemeinde Chieming ist, stellte den Tourismus als bedeutendsten Wirtschaftsbereich heraus, der Existenzen, Einkommen und Arbeitsplätze sichere. Das gemeinsame Ziel, den Tourismus zu stärken dürfe auch nach dem Scheitern der Fusion nicht untergehen, betonte Parteichef Florian Weber, Bad Aibling. Weber: „Gesprächsbereitschaft und Zusammenarbeit sollen weiter gepflegt und auf eine sachliche Ebene gebracht werden“ KR Wallner und KR Helmut Freund (Prien): „Über Verkehrsvereine und Gemeinden, die sich hervorragend verstehen, könne viel erreicht werden.

Überrascht und erstaunt zeigten sich die Rosenheimer Kreisräte, darunter auch Robert Zehetmaier, 3. Bürgermeister von Stephanskirchen, dass sie nicht über wichtige Vorgänge informiert wurden. Im Gegensatz dazu erhielten die Fraktionen im Traunsteiner Kreistag das entscheidende Eckpunktepapier zur Fusion der beiden Tourismusverbände, die Rosenheimer BP-Kreisräte hatten davon keine Kenntnis. Sogar aus eigenen CSU-Kreisen wurde Landrat Berthaler in der letzten Kreistagssitzung kritisiert, da sogar der zuständige Tourismusausschuss des Kreistages über die Vorgänge, die zum scheitern der Verschmelzung führten,  parteiübergreifend nicht informiert wurde. Kreisrat Sepp Lausch aus Großkarolinenfeld, will das nicht so hinnehmen und für die nächste Kreistagssitzung beantragen dass alle Protokolle an alle Parteien im Kreistag verteilt werden. Lausch vermutet das auch persönliche Animositäten zwischen den Verantwortlichen, die die Verhandlungen zum Scheitern gebracht haben.

Kreisrat und Fraktionsvorsitzender Alfons Baumgartner: „In Traunstein haben sich interfraktionelle Gespräche beim Landrat bestens bewährt, weil auch damit alle Fraktionen gut informiert und aktiv in die Kreistagsarbeit eingebunden werden. KR Markus Schupfner ergänzte: „Selbst im CT-Vorstand sind alle Fraktionen/Ausschussgemeinschaften vertreten. Als Schluß der harmonisch verlaufenden Sitzung brachte es der Rosenheimer Kreisvorsitzende Sepp Lausch auf den Punkt: „ Wir Bayernparteiler könnten landkreisübergreifend schon etwas zuwege bringen, wenn sie uns denn liesen!“

 

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